Ferienbeginn

Alternativ-Beschreibung
BILDQUELLE: PIXABAY

Des einen Freud, des anderen Leid …

Bald ist es wieder soweit und die Ferien locken mit Reisen und Abenteuern. Leider bedeutet das nicht für alle Familienmitgliedern die pure Freude. Gerade zum Ferienbeginn werden wieder viele Tiere ausgesetzt oder in den Tierheimen abgegeben, im Wald oder an der Autobahn angebunden, weil man sie nicht mitnehmen kann oder will. Die Tierheime, Tierschutzvereine und andere Einrichtungen sind bereits heute überfüllt, da diese noch viele Tiere aus „Corona-Zeiten“ beherbergen. Leider sind diese Tiere meist durch viele Hände gegangen bevor sie ins Tierheim kommen und sich dann als „verhaltensgestört“ zeigen. Dort fehlen Tiertrainer, die den Tieren helfen können. Aber nicht nur Hunde sondern auch viele Kleintiere wie Hamster, Meerschweinchen und Kaninchen werden abgegeben.

Auch wurden die Tierheime dieses Jahr wieder von Katzen und Kitten überschwemmt. Leider gibt es noch viele Tierbesitzer, die ihre Tiere nicht kastrieren lassen. Somit vermehren sie sich unkontrolliert und die Tiere erleiden Hunger, Krankheiten und sterben nach einer langen Zeit einen grausamen Tod.  Dies lässt sich am Beispiel Katze anhand von Zahlen veranschaulichen: Durchschnittlich bekommt ein Katzenpaar zweimal im Jahr Nachwuchs und 3 Katzenkinder überleben – das ergibt nach 5 Jahren bereits 2.048 Katzen und nach 10 Jahren mehr als 1.000.000 Katzen! Schon heute sind Tierheime gezwungen Tiere einschläfern zu müssen, resultierend aus einem gedankenlosen Umgang vieler Menschen. Helfen Sie durch verantwortungsvolles Handeln das Leid der Tiere zu verringern.

Bitte bedenken Sie bei der Anschaffung von Tieren einige Punkte: habe ich genug Zeit für das Tier? Wohin kann das Tier während meines Urlaubs oder bei Krankheit? Kann ich mir die Kosten (Futter, Tierarzt, Steuer, Versicherung etc.) leisten? Auch nicht zu vergessen, die mitunter hohen Anschaffungskosten bei Züchtern. Auch Tiere, die im Urlaub „gerettet“ und mit nach Hause genommen werden, können sich bei der Eingewöhnung im neuen Zuhause als schwierig erweisen, da sie als Straßenhunde das Leben im Haus nicht kennen. Es kann auch sein, dass die Tiere lebenslang Medikamente benötigen, die ins Geld gehen. Wer sich über all diese Punkte im Klaren und bereit ist die nächsten 10-18 Jahre mit dem neuen Familienmitglied zu verbringen, kann sich guten Gewissens für die Anschaffung eines Tieres entscheiden. Schauen Sie, welche Rasse zu Ihnen und Ihren Lebensumständen passen und besuchen Sie auch Tierheime. Dort finden Sie sicherlich das passende Tier, können es in Ruhe kennenlernen und werden noch durch das Tierheimpersonal beraten.

Manchmal liegt das Gute auch so nah. Es kommt öfters vor, dass ältere Menschen in der Nachbarschaft ihr Tier nicht mehr versorgen können und diese dann ein neues Zuhause benötigen. Warum ein Tier aus der gewohnten Umgebung reißen? Öffnen Sie ihr Herz und prüfen Sie, ob nicht bei Ihnen ein Plätzchen frei wäre.

Der Tierschutzalltag zeigt uns leider auch, dass Tiere als Spielzeug für Kinder angeschafft werden. Gerade die kleinen Welpen brauchen anfangs viel Aufmerksamkeit und liebevolle Erziehung, damit sie zu einem voll integrierten Familienmitglied heranwachsen können. Werden die Tiere als Spielzeug behandelt, am Schwanz gezogen und ohne Ruhephasen mit laut spielenden Kindern beschallt, sind sie überfordert, wehren sich und können dann auch mal ins Bein zu zwicken. Dann will man die vorher so geliebten Tiere schnellstmöglich wieder „los“ werden. Durch die Fehler des Menschen muss das Tier dann mitunter sein Leben lang darunter leiden.  

Der TSV bittet alle Bürger auch nicht „wegzuschauen“, wenn Tiere schlecht gehalten oder misshandelt werden. Wenden Sie sich dann bitte an Tierschutzeinrichtungen, dem zuständige Veterinäramt oder beim Tierschutzverein Bad Homburg e.V., Telefon: 06172 688 680 oder 0171 261 2023.

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